Projekte für Vielfalt und gegen Ausgrenzung können sich bis 9. Juli bewerben
Bereits zum 22. Mal schreibt die Landeshauptstadt Potsdam den Integrationspreis aus. Unter dem diesjährigen Motto „Engagiert. Mutig. Gegen Rassismus.“ werden Menschen, Initiativen und Projekte ausgezeichnet, die sich mit Haltung, Kreativität und großem Engagement für ein respektvolles Miteinander und gegen Ausgrenzung einsetzen.
Die Ausschreibung richtet sich an Vereine, Initiativen, Schulen, Kitas, Organisationen, Selbstorganisationen von migrantischen Menschen, Einzelpersonen sowie nicht-formalisierte Gruppen, die in Potsdam aktiv sind und das gesellschaftliche Zusammenleben stärken. Gesucht werden Projekte und Ideen, die Vielfalt sichtbar machen, Begegnung fördern und ein klares Zeichen gegen Rassismus setzen.
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel, Schirmherrin des Integrationspreises 2026, betont:
„Potsdam lebt von seiner Vielfalt und seiner Weltoffenheit. Diese Werte zu bewahren und zu stärken, ist eine gemeinsame Verantwortung von Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft. Mit dem Integrationspreis möchten wir all jene sichtbar machen und würdigen, die sich Tag für Tag mit Mut, Haltung und großem Engagement für ein respektvolles Miteinander und gegen Rassismus einsetzen. Gerade jetzt, da Ausgrenzung und menschenfeindliche Stimmen wieder lauter werden, brauchen wir starke Zeichen für Solidarität, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Denn jede Initiative, jedes Engagement und jede Haltung, die Menschen zusammenbringt, macht unsere Stadt ein Stück stärker.“
Auch die Vorsitzende des Migrantenbeirats, Fereshta Hussain, unterstreicht die Bedeutung des diesjährigen Mottos: „Rassismus betrifft viele Menschen in ihrem Alltag – oft leise, manchmal offen. Umso wichtiger ist es, gemeinsam Haltung zu zeigen. Mit dem Motto ‚Engagiert. Mutig. Gegen Rassismus.‘ möchten wir Menschen ermutigen, nicht wegzusehen, sondern aktiv für Respekt, Vielfalt und Zusammenhalt einzustehen.“
Die Beauftragte für Migration und Integration, Dr. Amanda Palenberg, fügt hinzu: „In Potsdam gibt es unzählige Initiativen gegen Rassismus, in denen mutige Personen aktiv sind. Sie bekommen leider immer häufiger Gegenwind. Stärkung und Rückendeckung für antirassistisches Engagement sind notwendig, deshalb möchten wir gemeinsam ein starkes Signal senden: engagiert, mutig und gegen Rassismus.“
Die Bewerbungen werden von einer unabhängigen Jury aus Vertretenden der Stadtgesellschaft, des Migrantenbeirats, der Stadtverordnetenversammlung sowie weiteren gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren bewertet. Die Jury wird von Jala El Jazairi geleitet.
Die Landeshauptstadt Potsdam stellt insgesamt 2.000 Euro Preisgeld zur Verfügung. Vergeben wird der Preis in den Kategorien:
• Projektidee
• Vereinsarbeit
• Einzelleistung
• Projekte mit besonderem Bezug zum Motto 2026
Zusätzlich vergibt die ProPotsdam erneut den mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis Nachbarschaft. Damit werden Projekte ausgezeichnet, die das Zusammenleben verschiedener Generationen und Kulturen in den Stadtteilen fördern.
Die feierliche Verleihung des Integrationspreises findet am 27. September um 14 Uhr in der Reithalle des Hans-Otto-Theaters statt und bildet zugleich einen wichtigen Auftakt der Interkulturellen Wochen in Potsdam.
Die Bewerbungsfrist endet am 9. Juli 2026. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen sind online abrufbar unter www.potsdam.de/integrationspreis oder beim Migrantenbeirat der Landeshauptstadt Potsdam (Hegelallee 6, Haus 1, Raum 148, 14469 Potsdam), E-Mail: migrantenbeirat@rathaus.potsdam.de.

